Anästhesie

Die Anzahl Anästhesien, Operationszeit, Anästhesiezeit, Akutschmerztherapien und Konsultationen in der Prämedikationsambulanz war im vergangenen Jahr fast gleich wie im Vorjahr. Insgesamt wurden wenig mehr Anästhesien geleistet.

 

Gleichzeitig mit der leichten Abnahme der Operationszeit sank die Anästhesiezeit im Operationstrakt. Das Qualitätsmerkmal Verhältnis OP-Zeit zu Anästhesie-Zeit (im Idealfall 1 zu kleiner 2) blieb konstant (1 zu 1.89). Das schmerztherapeutische Angebot konnte weiter ausgebaut werden: In der Tellklinik und im Ärztezentrum Kelmatt wurden je eine spitalexterne Sprechstunde für Patienten mit chronischen Schmerzen etabliert. Drei Ärzte der Anästhesie haben Publikumsvorträge im Spital Schwyz und im Zentrum Monséjour in Küssnacht zu den Themen "Gedächtnisstörungen nach Operation und Narkose" sowie "Progressiv gegen Schmerz" gehalten. Kurzfristig und als Zwischenlösung übernahm der Bereich Anästhesie die ärztliche Betreuung eines neuen und zusätzlichen Angebots im Spitals Schwyz, der stationären Rehabilitation.

 

Personelles

Ausgehend von einer Mitarbeiterbefragung im Jahr 2015 wurden 2016 Massnahmen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit eingeleitet. Dieser Prozess wurde im letzten Jahr mit externer Unterstützung durch eine Delegation der Universitäten Neuenburg und Bern fortgeführt. Das Spital Schwyz ist ein von der FMH anerkanntes Ausbildungsspital der Kategorie C hinsichtlich der Ausbildung von Assistenzärzten. Im Fachbereich Anästhesie und auf der anästhesiologisch geführten Intensivbehandlungsstation wurde während des gesamten Jahres jeweils ein Assistenzarzt weitergebildet. Mit der Oberärztin Dr. Maria Angeles Santos Ampuero wurde das Anästhesiefacharztteam erweitert.

 

Anästhesie

Das spitalinterne REA-Konzept wurde komplett überarbeitet und alle wesentlichen Neuerungen wurden implementiert. Disziplinübergreifend wurde zweimal im Notfall ein spezielles, tagfüllendes Schockraumtraining durchgeführt: Die interdisziplinäre Zusammenarbeit konnte dadurch deutlich verbessert werden.

 

Schmerztherapie

Die Schmerztherapie befindet sich im stetigen Ausbau ihres Angebots und zeigt auch in diesem Jahr wieder steigende Zahlen. Erwähnenswert ist insbesondere das externe Durchführen von Sprechstundentätigkeit und Interventionen, ohne dass der Stellenschlüssel der schmerztherapeutisch tätigen Ärzte erhöht werden musste.

 

Intensivbehandlungsstation

Die selbst gesetzten und von extern geforderten Ziele konnten allesamt erreicht und so die Anerkennung als vollwertige IBS bestätigt werden. Ein zusätzliches siebtes Patientenbett wurde eingerichtet. Auch in der Ausbildung ist die Intensivbehandlungsstation sehr engagiert: Zwei Ärzte haben die anerkannten sechs Monate ihrer Ausbildung in Intensivmedizin mit grossem Engagement absolviert und erneut haben zwei weitere Mitarbeitende der Pflege mit der Fachweiterbildung zu Intensivpflege begonnen.

 

Pflege

Der Stellenplan war gut belegt und es mussten erstmals keine temporären Aushilfen angestellt werden. Im Bereich OP-Instrumentierung (Technische Operationsassistentin/TOA) wird weiterhin eine Schülerin ausgebildet. Die Kooperation mit der TOA-Schule Aarau (Höhere Fachschule für Gesundheit und Soziales Aarau) ist sehr erfreulich. Im Fachbereich Anästhesie konnte wegen des Fehlens eines Berufsbildners nach wie vor kein Ausbildungsplatz angeboten werden. Dies wird sich ändern, da eine Fachperson Anästhesiepflege die Zusatzfunktion des Berufsbildners im kommenden Jahr übernehmen wird.

 

Ausblick

Die Änderung, dass viele bisher stationär durchgeführte Operationen ab dem Jahr 2019 nur noch ambulant durchgeführt werden sollen, hat grosse organisatorische und finanzielle Auswirkungen zur Folge. Der Bereich Anästhesie ist massgeblich in der Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Projektes "ambulant vor stationär" eingebunden. Ophthalmologie: Die neuen Tarife für die Operationen des grauen Stars sind bei weitem nicht kostendeckend für das Spital Schwyz und die Belegärzte. Mit den Augenärzten wird eine neue Form der Zusammenarbeit gesucht. Belegärzte: Diese sind organisatorisch dem Fachbereich Anästhesie zugeordnet. Deren Anliegen werden dementsprechend im Dienstweg vertreten. Mit der stattgefundenen und erhofften weiteren Zunahme der belegärztlichen Angebote stehen Anpassungen an, vor allem in der Operationsassistenz und in der Organisation von Operationskapazitäten. Mitarbeiterzufriedenheit: Das mehrmonatige anästhesieinterne Coaching wird im Jahr 2018 zum Abschluss gebracht und die erste Auswirkung im Rahmen der neuen Mitarbeiterbefragung evaluiert. Qualitätskontrolle in der Anästhesie: Zu Beginn des Jahres 2018 wird zur Datenerfassung und Qualitätssicherung das von der Fachgesellschaft Anästhesie SGAR geforderte neue Tool A-QUA eingeführt. Damit werden die Benchmarks zu allen anderen vergleichbaren Spitälern verfeinert.