Chirurgie

Die Zahlen der operativen Eingriffe 2017 haben sich im Bereich des Vorjahres bewegt. Durch den Um- und Ausbau des Privatbettenhauses waren im Herbst und Winter die Betten knapp. Die Patientinnen und Patienten konnten jedoch auf gleichbleibend hohem Niveau behandelt werden.

 

Durch den Umbau des Privatbettenhauses standen für die Dauer von knapp einem Jahr rund 17 Akutbetten weniger zur Verfügung. Auch allfällige Bettreserven, die sonst in Zeiten hohen Patientenaufkommens genutzt werden konnten, standen nicht zur Verfügung. Gleichzeitig stieg die Zahl der stationären Patientinnen und Patienten auf 3081. Insbesondere im Frühling, Herbst und Winter führte dies zu einer sehr knappen Bettenlage. Der Um- und Ausbau der Privatbettenstationen war jedoch nötig, um den zusatzversicherten Patienten ab 2018 eine neue, moderne und höchst komfortable Privatbettenstation zu bieten. Eine Herausforderung stellten die Rochaden der verschiedenen Teams dar. Die beiden Teams der Privatbettenstationen Innere Medizin und Chirurgie mussten während 10 Monaten fusionieren. Die Physiotherapie konnte in der zweiten Hälfte 2016 die neuen Räumlichkeiten auf der Ebene B4 beziehen. Seit Anfang 2018 stehen dort zudem noch das MTT (medizinische Trainingstherapie) und das neue Therapiebad zur Verfügung. Das gesamte Therapieangebot der Physiotherapie ist als ambulante und stationäre Rehabilitation stark ausgebaut worden.

 

Personelle Veränderungen - ein turbulentes Jahr

Der langjährige Chefarzt Dr. Pierre Lichtenhahn ist seit Juli pensioniert, arbeitet aber weiter als Leitender Arzt zu 40% auf der Chirurgie. Im Weiteren betreut er die neuen Angebote der Rehabilitation, REHAfit stationär und REHAfit ambulant. Dr. Herzig wurde per Juli zum neuen Co-Chefarzt der Chirurgie ernannt. Drei Oberärzte und vier Stv. Oberärzte haben das Spital Schwyz verlassen, diese konnten durch neue Oberärzte und Oberärztinnen sowie einen Stv. Oberarzt ersetzt werden. Die Station A8 wird neu von der Co-Leitung mit Esther Gwerder und Yvonne Suter geführt. Die von chirurgischen und medizinischen Patienten gemeinsam genutzte neue Privatbettenstation B7 wird vom Co-Team Caroline Marktler (Chirurgie) und Simon Weibel (Innere Medizin) geführt. Der Leiter der Station A9, Roland Rickenbacher, führt neu auch die REHAfit stationär auf dem B6.

 

Anstieg der durchgeführten Eingriffe

Durch die Zunahme der Fälle im Bereich Chirurgie stiegen auch die chirurgischen Pflegetage an. Die Urologie ist nach wie vor im Aufwärtstrend, vor allem die ambulanten Patienten, welche durch Dr. Boeckmann und Facharzt Sheikhli, behandelt wurden, sind markant gestiegen. Die interdisziplinäre Notfallstation hat im Berichtsjahr wiederum mehr Patienten behandelt als in den Vorjahren. Die Infiltrationen durch die orthopädischen Belegärzte haben jedoch stark abgenommen, da diese die Infiltrationen nun in eigenen Räumen vornehmen.

 

Projekte und Qualität

Durch den Umbau des Haus B waren die Mitarbeitenden aller Bereiche sehr gefordert und haben sich durch ein Maximum an Flexibilität und Professionalität ausgezeichnet. Das Projekt der stationären Rehabilitation ist gut angelaufen und wirkt sich positiv auf den Akutbereich ist. Auf der interdisziplinären Notfallstation wurde das Projekt Neues Monitoring Notfallstation bzgl. Hardware abgeschlossen. Hochmoderne Philips X3 Monitore mit Zentralmonitoring wurden installiert. Somit stehen nun zehn abgeschlossene, monitorisierte Behandlungsstellen und zwei Behandlungsräume (Interventionsraum und Schockraum) auf der interdisziplinären Notfallstation zur Verfügung. Der Fachbereich Chirurgie erfasst alle operativen Eingriffe gemäss der Vorgaben der AQC.

 

Ausblick

Im neuen Jahr werden die Bauarbeiten des Haus B abgeschlossen und die Stationen B6 und B7 wieder bezogen. Das Team B7 muss sich entwickeln und zueinander finden. Auf dem B6 wird die REHAfit stationär mit 10 Betten eröffnet. Das Angebot der Physiotherapie mit REHAfit ambulant und stationär wird weiter ausgebaut. Die Rezertifizierung der interdisziplinären Notfallstation im Traumnetzwerk Zentralschweiz steht bevor. Der administrative Patientenprozess wird durch Personen aus dem Fachbereich Chirurgie begleitet. Das Wundambulatorium wird auf die Station A8 verlegt.