Bericht der Krankenhausgesellschaft Schwyz - Das Ende einer Ära

Das wichtigste Ereignis im Vereinsjahr 2018 war die Wahl der neuen Direktorin, Franziska Föllmi-Heusi. Mit der Pensionierung von Kerstin Moeller Ende Januar 2019 ging im Spital Schwyz eine Ära zu Ende. Erneut kann die Krankenhausgesellschaft Schwyz auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die Jahresrechnung schliesst mit einem erfreulichen Gewinn ab. Die verschiedenen Bauprojekte sind auf Kurs. Eine grosse Herausforderung stellt die Umstellung "ambulant vor stationär" dar.

 

Wechsel in der Direktion des Spital Schwyz

Seit dem 1. März 2002 war Kerstin Moeller in unterschiedlichen Funktionen im Spital Schwyz tätig. Zunächst als Qualitätsbeauftragte, von 2006 bis 2013 als Co-Leiterin zusammen mit dem damaligen Direktor Thomas Aeschmann. Und in den letzten fünf Jahren schliesslich als Direktorin. In diesen 17 Jahren hat Kerstin Moeller die Entwicklung des Spital Schwyz massgeblich geprägt. Ende Januar 2019 ist sie in Pension gegangen. Der Vorstand der Krankenhausgesellschaft Schwyz dankt Kerstin Moeller auch an dieser Stelle nochmals für ihr grosses, erfolgreiches Wirken und die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Am 1. Februar 2019 hat Franziska Föllmi die Nachfolge von Kerstin Moeller angetreten. Der Vorstand hat die neue Direktorin im April 2018 aus 70 Bewerberinnen und Bewerbern gewählt. Er ist überzeugt, dass Franziska Föllmi fähig ist das Spital Schwyz, gemeinsam mit dem Ärztlichen Direktor Dr. Roger Schlüchter, weiter zu entwickeln und erfolgreich in die Zukunft zu führen.

 

Plangemässer Verlauf der Bauprojekte

Auch im vergangenen Jahr ging die Bautätigkeit im Spital Schwyz weiter. Ende März 2018 konnte die Sanierung und Erneuerung des Privatbettenhauses und der stationären Rehabilitation termingemäss abgeschlossen werden. Genauso wie beim Aus- und Umbau der ambulanten Physiotherapie und beim Neubau des Therapiebads wurde der Kostenvoranschlag auch beim neuesten Bauprojekt eingehalten. Seit Beginn der Erneuerungs- und Erweiterungsbauten im Jahr 2002 hat der Aargauer Künstler Benno K. Zehnder im Spital Schwyz ein einzigartiges Farbkonzept realisiert. Im letzten Jahr hat die Krankenhausgesellschaft Schwyz dazu den Kunstband "Architektur Farbe Licht" veröffentlicht, der das Wirken von Benno K. Zehnder im Spital Schwyz festhält und würdigt. Im Sommer 2018 erfolgte die Baueingabe für den Neubau des Parkhauses und des Multifunktionshauses. Weil es gegen diese neuen Bauprojekte keine Einsprachen gab, konnte im November 2018 plangemäss mit dem Abbruch des Parkhauses begonnen werden. Im Sommer 2019 wird die Grundsteinlegung erfolgen. Verläuft alles weiterhin nach Plan, können die Bauarbeiten für das Parkhaus im November 2020 und für das Multifunktionshaus im November 2021 abgeschlossen werden.

 

Erneut erfreuliches Rechnungsergebnis

Wie in den drei Vorjahren schliesst auch die Jahresrechnung 2018 der Krankenhausgesellschaft Schwyz mit einem Gewinn ab. Dieser beträgt CHF 1'109'598. Dass ein positives Rechnungsergebnis resultierte, ist auf eine Zunahme der stationären Fälle bei den zusatzversicherten Patientinnen und Patienten, eine weitere Steigerung bei den Patienten in der Rehabilitation und die konsequente Ausgabendisziplin zurück zu führen. Das Spital Schwyz zählte im letzten Jahr 7'065 stationäre Fälle (inkl. Rehabilitation, Übergangspflege und Wiedereintritte). Das sind 362 Fälle mehr als im Vorjahr.

 

Risikobeurteilung

Die Krankenhausgesellschaft Schwyz verfügt über ein Risikomanagement. Die systematisch erfassten, analysierten und priorisierten Risiken sowie die daraus resultierenden Massnahmen/Kontrollen werden in einer Risikomatrix zusammengefasst, welche der Vorstand jährlich neu beurteilt. Im kommenden Jahr soll das Risikomanagement überprüft und weiterentwickelt werden.

 

Massiver Kostendruck

Die politische Vorgabe, wonach eine ganze Reihe von Operationen nur noch ambulant und nicht mehr stationär durchgeführt werden dürfen, führt zu einem massiven Kostendruck für alle Spitäler, insbesondere aber auch für die kleineren Regionalspitäler. Dieser Kostendruck wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Eines der Hauptprobleme dabei ist, dass der Taxpunktwert für die ambulanten Behandlungen bei weitem nicht kostendeckend und die Tarifstruktur Tarmed völlig veraltet ist. Das Spital Schwyz begegnet diesem wachsenden Kostendruck mit verschiedenen Massnahmen zur Steigerung der Effizienz sowie mit Kooperationen mit anderen, grösseren Spitälern. Gleichzeitig soll eine neue Marketing- und Kommunikationsstrategie dazu beitragen, das Spital Schwyz, seine qualitativ sehr guten Leistungen, die moderne, innovative Infrastruktur und die starke Verankerung in der Region noch besser bekannt zu machen.