Anästhesie

Der Bereich Anästhesie ist hauptsächlich verantwortlich für die Betreuung der Patientinnen und Patienten während Operationen und auf der Intensivbehandlungsstation. Zum Tätigkeitsfeld gehören aber auch die Anästhesie- und Schmerzsprechstunden, Rettungsdiensteinsätze, sowie die interventionellen Schmerztherapien.

 

Im laufenden Geschäftsjahr wurden weniger Anästhesieleistungen durchgeführt. Ursache dafür waren einerseits krankheitsbedingte Ausfälle von Belegärzten in den Disziplinen Hals, Nasen, Ohren sowie Gynäkologie und andererseits eine Abnahme der Patienten der Chirurgie. Die Operationssäle und die Anästhesie waren naturgemäss stark von diesen Ausfällen betroffen. Insgesamt waren 10% weniger Narkosen (4512 gegenüber 4946 im Vorjahr) in den Operationssälen und den angegliederten Aussenstationen zu verzeichnen. Wie in den vergangenen Jahren nahm die Anästhesiezeit im Vergleich zur Operationszeit erneut weiter ab. Dies ist auf effizientere Prozesse und weitere Optimierung in allen Bereichen zurückzuführen. Die weiteren anästhesiologischen Leistungen wie Anästhesie- und Schmerzsprechstunde, Rettungsdiensteinsätze und interventionelle Schmerztherapien waren vergleichbar mit dem Vorjahr, lagen zum Teil sogar leicht darüber. Mit der Erweiterung der Ärzteschaft durch eine ausgewiesene Schmerzspezialistin konnte die Schmerztherapie ausgebaut und die Stellvertretung gesichert werden, auch die therapeutischen Massnahmen wurden diversifiziert und ausgebaut. Die interdisziplinäre Intensivbehandlungsstation wurde von der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin SGI definitiv zertifiziert. Die Stellenbelegung in der Pflege (OP-Instrumentierung, IBS-Pflege und Anästhesie) stellte dieses Jahr kein Problem dar. Der Bedarf und die Anzahl an externen temporären Mitarbeitenden liessen sich im gesamten Bereich Anästhesie vermindern.

 

Bereichsleitung

Dieses Gremium befasste sich mit der Zufriedenheit im Arbeitsprozess. Dazu wurden zwei Mitarbeiterbefragungen ausgewertet und entsprechende Massnahmen umgesetzt. Im Weiteren wurde die Budgetverantwortung in kostenintensiven Fachbereichen wahrgenommen und im Rahmen der Vorgaben umsetzen. Dies wird in Zukunft durch das Einrichten eines effizienten Medizincontrollings bedeutend einfacher sein.

 

Anästhesie

Die Abwesenheit der beiden Chefärzte während ihres Sabbaticals wurde mit einer qualifizierten Vertretung in Anästhesie und Intensivmedizin bestens überbrückt. Die im Weiterbildungsurlaub in anderen Spitälern gemachten Erfahrungen sowie die neuen und zusätzlich gelernten Fertigkeiten werden im folgenden Jahr eingeführt und umgesetzt.

 

Anästhesiesprechstunde

Es fanden 2232 Patientenkontakte statt. Die gesetzlich vorgeschriebene Aufklärung für alle elektiven Eingriffe konnte in diesem Rahmen den Anforderungen entsprechend gut erfüllt werden.

 

Schmerztherapie

Es fanden rund 35% mehr Konsultationen und Therapien statt. Insbesondere die Betreuung von Patienten mit Schmerzpumpen bei Schmerzkrankheiten nahm weiter zu. Der Einsatz der medizinischen Hypnose für diverse Indikationen entwickelte sich positiv. Akupunkturen zur Schmerztherapie rückten vermehrt in den Hintergrund.

 

Intensivbehandlungsstation

 Am 4. April 2016 erhielt die Intensivbehandlungsstation das definitive Zertifikat der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin. Im Anschluss und im gesamten Kalenderjahr liessen sich alle Anforderungen der Kriterienliste der SGI auch weiterhin erfüllen.

 

Ausbildungen

Das Spital Schwyz ist ein Ausbildungsspital. Auch der Bereich Anästhesie verfügt über entsprechende Assistenzarztstellen. Sowohl die Anästhesie als auch die Intensivmedizin im Spital Schwyz sind als ausbildende Klinik von der FMH anerkannt. Die beiden eine Assistentenstellen (Anästhesiologie und Intensivmedizin) waren ohne Unterbruch belegt. Eine technische Operationsassistentin/TOA ist in Kooperation mit der TOA-Schule Aarau (Höheren Fachschule für Gesundheit und Soziales Aarau) in der Ausbildung. Nicht besetzen liess sich erneut die Stelle für die Ausbildung mit Fachausweis Anästhesie auf NDS Niveau. Die dafür notwendige Berufsbildnerin konnte leider immer noch nicht rekrutiert werden.

 

Ausblick Neu sind die Belegärzte in medizinischen Belangen dem Bereich Anästhesie angegliedert. Die Vertretung der betrieblichen und organisatorischen Interessen der Belegärzte ist somit eine wichtige Aufgabe der Bereichsleitung Anästhesie. Die Stellenbelegung in der Pflege soll möglichst vollständig durch Mitarbeitende mit Festanstellung gesichert bleiben. So soll die Fluktuation gering gehalten werden, obwohl die Spezialbereiche (IPS, OPS und Anästhesie) in der gesamten Schweiz unter der grossen Mobilität der Mitarbeitenden leiden. In den vergangenen Jahren wurden die akute und chronische Schmerztherapie immer weiter ausgebaut. Die Stellvertretung in der Schmerzmedizin ist personell gesichert. Ein weiterer Ausbau im ambulanten Umfeld, inkl. Sprechstunden in Gemeinschaftspraxen und allenfalls die Einrichtung eines Kompetenzzentrums sind mögliche Perspektiven.