MODERNE UND VERNETZTE mEDIZIN

«Wir sind ein Team»

Nach zunächst unklaren Beschwerden wird Karl Reichlin-Planzer vom Hausarzt zur ambulanten Abklärung ins Spital Schwyz überwiesen. Doch sein Zustand verschlechtert sich akut und er wird als Notfall stationär aufgenommen. Die Diagnose ist ernst: ein Karzinom, verbunden mit stark veränderten Blutwerten und weiteren Komplikationen. 

Das Behandlungsteam in Schwyz entscheidet, Karl Reichlin-Planzer zur Behandlung der Komplikationen ins Luzerner Kantonsspital zu verlegen, wo spezialisierte Fachpersonen und die entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stehen. Nach zwei stationären Aufenthalten in Luzern sind die Komplikationen stabilisiert. Im Herbst 2025 wird die Therapie im Spital Schwyz fortgesetzt und weiterentwickelt – stationär sowie ambulant und nahe am Wohnort. 

Der Verlauf zeigt exemplarisch, wie moderne Medizin heute funktioniert: als koordinierter Behandlungspfad über Institutionsgrenzen hinweg. Entscheidend ist, wo Patientinnen und Patienten die bestmögliche Behandlung im Krankheitsverlauf erhalten. Für Karl Reichlin-Planzer bedeutet das eine nahtlose Versorgung ohne Zeitverlust.

Interview mit Karl Reichlin-Planzer

Wie blicken Sie auf die letzten Monate zurück?

«Mit so einer Diagnose verliert man von einem Moment auf den anderen den Boden unter den Füssen. Es ging mir sehr schlecht, mein Zustand war sehr ernst. Dank der Unterstützung meiner Familie und meines Umfelds – Freunde, Nachbarn und Verein – konnte ich wieder Mut fassen. Man muss tapfer sein, auch wenn es nicht immer einfach ist. Gemeinsam haben wir es geschafft, wieder miteinander zu lachen. Und vor allem dankbar zu sein – für jeden neuen Tag und auch für kleine Fortschritte. Meine Frau hat immer gesagt: «Wir sind ein Team.» Das hat uns getragen.»

Wie haben Sie die medizinische Behandlung erlebt?

«An beiden Orten – im Spital Schwyz sowie im Luzerner Kantonsspital – habe ich mich zu jeder Zeit sehr gut aufgehoben gefühlt. Ich bin dankbar für die Menschen, die mich behandelt haben. Fachlich, aber auch menschlich. Und ich habe immer wieder eine grosse Herzlichkeit gespürt.»

Welche Unterstützung haben Sie im Spital Schwyz  erhalten?

«Die Ärzte und Pflegekräfte der Onkologie haben mich sehr gut betreut. Mir wurde genau erklärt, was gemacht wird und wie sich alles entwickelt. Gemeinsam wurde ein Schritt nach dem anderen eingeleitet. Dass ich die Chemotherapie hier vor Ort machen konnte, wo ich zu Hause bin, war für mich sehr angenehm. Auch das Team der Palliative Care war frühzeitig eingebunden. Wenn etwas unklar war, konnten wir jederzeit anrufen oder vorbeikommen. Davor habe ich nicht gewusst, wie viel Unterstützung mir Palliative Care auch im Leben und für die Lebensqualität geben kann.»

Wie geht es Ihnen heute?

«Es geht mir so weit gut und es ist noch ein Weg vor mir. Ich schaue vorzu, was möglich ist. Nach dem Spitalaufenthalt haben mich meine Kinder auf unsere Alp auf den Stoos gebracht. Das war ein Moment zum Aufatmen und Krafttanken. Oder wenn ich heute vor meiner Jagdhütte bin, einen Kaffee gekocht habe – das alles sind Momente, die ich sehr geniesse.»