Moderne Frauenmedizin beginnt mit Zuhören
Die Frauenklinik am Spital Schwyz entwickelt ihr Angebot weiter ‒ mit persönlicher Betreuung, modernen Behandlungsmethoden und einer starken regionalen Vernetzung. So entsteht eine Frauenmedizin, die sich konsequent an den Bedürfnissen der Patientinnen orientiert ‒ und ihnen in jeder Lebensphase die passende Unterstützung bietet.
Interview mit Dr. med. Yves van Roon
Was hat sich in der Frauenklinik zuletzt verändert?
Seit meinem Eintritt als Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe im August 2025 konnten wir gemeinsam mit unserem Team wichtige Entwicklungen anstossen. Unser Ziel ist eine kompetente, persönliche Betreuung für Frauen in allen Lebensphasen. Die Frauenklinik wächst personell und entwickelt ihre Infrastruktur schrittweise weiter. In unserer Frauenarztpraxis konnten zwei zusätzliche, modern ausgestattete Untersuchungsräume eröffnet werden. So entsteht mehr Raum für Beratung, Diagnostik und persönliche Betreuung.
Wie werden Therapieentscheidungen getroffen und welche Möglichkeiten gibt es?
Ärztin oder Arzt und Patientin besprechen gemeinsam die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und wählen die Lösung, die am besten zur persönlichen Situation passt. Wo immer möglich kommen schonende Verfahren zum Einsatz, etwa minimalinvasive Methoden ohne sichtbare Schnitte, die weniger Schmerzen und eine schnellere Erholung ermöglichen. Bei komplexeren Eingriffen – etwa in der Urogynäkologie, Onkologie oder bei fortgeschrittener Endometriose – kann robotergestützte Chirurgie Vorteile bieten. Dafür kooperieren wir mit der Klinik St. Anna in Luzern. So profitieren unsere Patientinnen von moderner Technologie und gleichzeitig von der persönlichen Betreuung durch unser Team.
Wie entwickelt sich die Geburtshilfe am Spital Schwyz?
Die Geburtenzahlen sind – wie in vielen Regionen – leicht rückläufig. Gleichzeitig bleibt das Bedürfnis nach einer wohnortsnahen Geburt weiterhin gross. Unsere Geburtshilfe verbindet medizinische Sicherheit mit persönlicher Betreuung durch Hebammen, Ärztinnen und Ärzte.
Welche Rolle spielt die Frauenklinik für die Region?
Frauenmedizin umfasst auch Information, Prävention und Austausch. Ein Beispiel dafür ist ein Publikumsvortrag zu den Wechseljahren, der auf sehr grosses Interesse gestossen ist. Zudem beteiligt sich das Spital Schwyz an der nationalen Initiative Pink Cube, die auf die Bedeutung der Brustkrebsvorsorge aufmerksam macht. Solche Aktionen tragen dazu bei, das Bewusstsein für Frauengesundheit zu stärken und den Dialog mit der Bevölkerung zu fördern.
Wie sieht die Zukunft der Frauenmedizin am Spital Schwyz aus?
Unser Ziel ist es, für Frauen in der Region eine verlässliche Anlaufstelle für gynäkologische und geburtshilfliche Fragen zu sein. Dafür stärken wir die Zusammenarbeit mit Partnern wie dem Spital Lachen, dem Luzerner Kantonsspital, dem Stadtspital Triemli oder der Klinik St. Anna. So verbinden wir moderne Medizin mit persönlicher Betreuung – nah bei den Frauen in der Region.








